Warmwasserbereitung


Allgemein:

Für uns wird es heutzutage als selbstverständlich angesehen, jederzeit Warmwasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben. Trotzdem darf die Erzeugung des Warmwassers hinsichtlich des Energieverbrauchs in einem Haushalt nicht vernachlässigt werden. Sie stellt im Gesamtenergieverbrauch nämlich den zweitgrößten Posten nach der Heizung dar. Deshalb ist es wichtig, bei der Warmwasserbereitung auf hohe Effizienz zu setzen und die Planung dem persönlichen Bedarf anzupassen.

Dieser hängt sehr stark vom Benutzerverhalten ab und wird beispielsweise durch Temperatur, Wasserverbrauch und Armaturen beeinflusst. So kann eine Dusche im Vergleich zum Vollbad bereits den Energieverbrauch senken, oder durch Wasserspararmaturen der Warmwasserverbrauch erheblich reduziert werden.

Hier finden Sie einige Richtwerte zur Orientierung für Ihren durchschnittlichen Warmwasserverbrauch (bei 55 Grad Celsius):

  • Sparsamer Verbrauch (nur duschen): Man rechnet dabei etwa 1 kWh pro Person und Tag. Dies entspricht etwa 15 bis 25 Litern.
  • Durchschnittlicher Verbrauch (ein Vollbad pro Woche): Hier wird der Verbrauch pro Person und Tag auf rund 2 kWh oder 25 bis 45 Liter geschätzt.
  • Erhöhter Verbrauch (zwei Vollbäder pro Woche): Hier kann deutlich erkannt werden, dass das persönliche Verhalten große Einflüsse auf den Verbrauch von Warmwasser hat. Bei zwei Vollbädern pro Woche wird von einer Warmwassermenge von 50 bis 90 Litern, beziehungsweise 3 kWh je Person und Tag ausgegangen.

Tipps zum Energiesparen:

Vollbäder verbrauchen drei mal so viel Energie wie Duschen. Reduzieren Sie die Anzahl an Vollbädern, um die Geldtasche vor enormen Betriebskosten zu schützen.

Spararmaturen verringern den Verbrauch an Warmwasser. Setzen Sie auf moderne Technologie, um bei gleichem Komfort die Umwelt zu schonen.

Bis zu 2.000 Liter Wasser vergeuden tropfende Wasserhähne jährlich. Rufen Sie lieber einmal öfter das Installationsunternehmen Ihres Vertrauens, anstatt für verschwendete Wassermassen aufzukommen.


Speichersysteme:

Allgemein gilt: je größer der Speicher, bzw. Boiler, desto stärker kann die Heizleistung reduziert werden. Aus diesem Grund wurden spezielle Speichersysteme entwickelt, die Warmwasser auf Vorrat bereitstellen.

Für die Dimensionierung eines auf Ihre Ansprüche angepassten Speichers ist die Art der Warmwasserbereitung, vor allem im Sommer, von maßgeblicher Bedeutung. So sollte bei der Nutzung einer Solaranlage mindestens der zweifache Tagesbedarf an Speichervolumen zur Verfügung stehen, um auch einen sonnenärmeren oder gar -freien Tag mit ausreichend Warmwasser überbrücken zu können. Auch bei Elektrospeichern, welche mit Nachtstrom betrieben werden, ist es empfehlenswert, eine größere Dimensionierung anzustreben. Ein ständig beheizter Speicher kommt hingegen auch mit einem an den Tagesbedarf angepassten Volumen aus.

Unterschieden wird zwischen Register-, Elektro- oder Pufferspeichern mit Trinkwasserbereitung. Sind die Entnahmestellen sehr weit, also 20 Meter oder mehr, auseinander, oder wird selten Warmwasser aus einem Verbraucher entnommen, dann empfiehlt es sich, dezentrale Kleinspeicherlösungen in Form von Ober- oder Untertischvarianten vorzusehen. Beispiele wären dafür die Küchenspüle, ein Handwaschbecken, etc. Aus Effizienzgründen sollte auch die Dämmstärke des Speichers beachtet werden. Zur Vermeidung unnötiger Speicherverluste sollte diese mindestens 12 cm, bei Großspeichern sogar 20 cm betragen, um eine ausreichende Wärmedämmung zu garantieren.


Durchlaufsysteme:

Die gängigsten Varianten von Durchlaufsystemen werden entweder mit Gas, oder aber mit Strom betrieben. Durchlauferhitzer erwärmen, im Gegensatz zu Boilern, immer nur die benötigte Menge an Warmwasser. Um dies in kurzer Zeit umsetzen zu können sind sowohl beim Gas-, als auch beim Elektro-Durchlauferhitzer hohe Wärmeleistungen erforderlich. Meist werden sie deshalb vor allem für die dezentrale Warmwasserversorgung eingesetzt.


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