Biomasse


Was ist Biomasse?

Der Begriff Biomasse wird in Österreich gemäß ÖNORM M 7101 definiert. Dieser zufolge versteht man unter Biomasse „alle organischen Stoffe biogener, nicht fossiler Art […] also in der Natur lebende und wachsende Materie und daraus resultierende Abfallstoffe, sowohl von der lebenden als auch schon abgestorbener organischer Masse“. Beispiele dafür bieten Restholz, Bio- und Landschaftspflegeabfälle, Speisereste oder Gülle aus der Tierhaltung und einige mehr.

Biomasse


Heizen mit Biomasse:

Für die Nutzung von Biomasse zu Heizzwecken wird dabei hauptsächlich auf den Brennstoff Holz gesetzt. Und dafür gibt es gute Gründe: Holz wächst in den heimischen Wäldern schneller nach, als es verbraucht wird. Zudem ist Holz CO2-neutral, weshalb die Umwelt beim Heizen nicht belastet wird. Nebenbei können die Heizkosten auf einem geringen Niveau gehalten werden, da große Holzvorkommen der lokal vorhandenen Ressource die Preise konstant niedrig halten. Und auch der Heizkomfort kommt bei modernen Biomasse-Heizungen nicht zu kurz: die vollautomatischen Heizsysteme befinden sich auf dem letzten Stand der Technik. So müssen Sie auch in Sachen Sicherheit, Sauberkeit und Komfort auf nichts verzichten.

Zusammenfassend: Biomasse bringt einige tolle, umweltschützende Vorteile und eine gute Versorgungssicherheit zu kleinen Preisen. Plus: Der Einbau einer Holzheizung, wie Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitholzanlagen, wird von Bund, Ländern und einer Vielzahl von Gemeinden mit bis zu € 3.200 gefördert. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Förderungen durch das Land Oberösterreich.


Holzpellets:

Genormte, zylindrische Pressline aus naturbelassenem Restholz, wie beispielsweise Säge- oder Hobelspänen, werden nach der Trocknung ohne chemische Zusätze geformt. Dabei werden nur natürliche Stoffe als Bindemittel verwendet und so lange mechanischer Druck ausgeübt, bis die Pellets einen Durchmesser von vier bis zehn und eine Länge von zehn bis fünfzig Millimetern aufweisen.

Vorteile dieses Brennstoffs sind die konstante Qualität aufgrund genormter Bedingungen und der minimale Lagerraumbedarf, sowie die einfache Befüllung dieses. Beim Einsatz zu Heizzwecken kann mit Holzpellets sowohl auf einfache Pelletskessel für bequemes Heizen, als auch auf flexible Kombikessel für doppelte Vorteile in Verbindung mit Stückholz zurückgegriffen werden.


Hackgut:

Hackschnitzel sind besonders vorteilhaft durch ihre geringen Anschaffungskosten. Für das maschinell zerkleinerte Holz müssen keine zusätzlichen Bäume gefällt werden, weshalb sich die Kosten je Schüttraummeter vergleichsweise klein halten.

Zudem weist Hackgut mit Stückgrößen von etwa drei Zentimetern eine sehr gute Eignung für Kleinanlagen mit automatischem Betrieb auf, während auch ein ökonomischer Betrieb von Großanlagen damit bewerkstelligt werden kann. Für die Wärmeerzeugung mittels Hackgut aller Arten von Durchforstungs- oder unbehandeltes Abfallholz kommen Hackgutkessel zum Einsatz.


Stückholz:

Stückgut wird entweder als Scheitholz mit einer Länge von einem Meter, oder aber zerkleinert für den ofenfertigen Stückholzgebrauch in drei verschiedenen Längen angeboten. Um einen Wassergehalt von unter 20 Prozent erreichen zu können wird eine Lagerung von zumindest zwei Jahren für den Trocknungsvorgang vorausgesetzt. Vorteile der Stückgutheizung können sowohl aus der regionalen Verfügbarkeit des Rohstoffs, als auch den niedrigen Brennstoffkosten gezogen werden.

In Verbindung mit Pellets kann Stückholz flexibel für Heizzwecke verwendet werden. Durch den Einbau eines Kombikessels entscheiden Sie, wann Sie bequem und komfortabel mit Pellets, und wann Sie manuell und günstig mit Stückholz heizen wollen. Für noch niedrigere Brennstoffkosten kann Stückgut aber auch in reinen Stückholzkesseln zu Wärme verarbeitet werden.

Um wirklich die beste Variante für Ihren Bedarf auszuwählen beraten Sie wir gerne ausführlich über die Vor- und Nachteile bei einem persönlichen Gespräch. Vereinbaren Sie jederzeit einen Termin mit uns!


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