Wohnraumlüftung


Gute Gründe für die Wohnraumlüftung:

Aufgrund des steigenden Bedarfs, Energie aus kosten- oder umwelttechnischen Gründen einzusparen, wird beim modernen Hausbau immer öfter auf möglichst luftdichte Bauweise gesetzt. Dabei wird auch die Luftzufuhr in den Wohnräumen enorm eingeschränkt und so kommt es zu einem schnellen Verbrauch der Raumluft. Vor allem kleinere Zimmer müssten also sehr häufig gelüftet werden – das Öffnen von Fenstern steht jedoch im klaren Widerspruch zur Investition in eine dichte Gebäudehülle.

Daraus kann bereits der erste Vorteil geschlossen werden: während bei der klassischen Fensterlüftung wertvolle Heizenergie sprichwörtlich „zum Fenster rausgeworfen“ wird, wirkt sich eine Lüftungsanlage fördernd für die Energieeffizienz im Haus aus. Mehr sogar: sie hilft sogar beim Luftaustausch dabei, Wärme wieder zurückzugewinnen, und so wird noch weniger Energie verbraucht. Einsparpotenziale von bis zu 40 Prozent sind dabei keine Seltenheit.

Wasserabgabe von bis zu 15 Litern täglich in einem Vier-Personen-Haushalt

Zum Vergleich: Tägliche Wasserabgabe in einem Vier-Personen-Haushalt | viessmann.at

Am Rande erwähnt: der stetige Luftaustausch mittels Wohnraumlüftung ist, im Vergleich zur Fensterlüftung, auch unabhängig von Wetterlage und Außentemperaturen. Denn niemand ist ein Freund von Regenwasser oder Minusgraden im eigenen Heim. Trotzdem ist ein Wechsel der Raumluft heutzutage unerlässlich, denn er sorgt nicht nur für den notwendigen Feuchtigkeitsabtransport (siehe Bild), um Schimmelbildung zu vermeiden, sondern auch für eine gesunde Lebensqualität.

Dampf, verursacht durch Duschen, tägliches Kochen oder sogar Atmen sammelt sich nämlich in der Luft, und verbindet sich dort mit den flüchtigen Schadstoffen aus Möbeln, Teppichen oder Baustoffen und kann so schwere gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen, Asthma oder Allergien hervorrufen. Und gerade auch für den Allergiker ist die Wohnraumlüftung nahezu unerlässlich. Durch spezielle Filter bleiben Pollen, Feinstaub und sonstige Stoffe, die bei der Fensterlüftung in den Wohnraum gelangen, draußen. Bonusvorteil: auch Insekten und sonstigen Krabbeltieren wird der Zutritt versperrt!

Spätestens jetzt wird klar: die Frage lautet nicht „Wohnraumlüftung, oder nicht?“, sondern „Lege ich Wert auf ein gesundes und effizientes Wohnumfeld?“ – und das sollte schließlich jeder.


Arten der Wohnraumlüftung:

Grundsätzlich kann von drei unterschiedlichen Varianten von Lüftungsanlagen gesprochen werden. Im Folgenden zeigen wir kurz die wichtigsten Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen auf. Wir raten jedoch dringend dazu, vor der Entscheidung auch einen unserer fachkundigen Mitarbeiter zu kontaktieren, der Ihre individuellen Bedürfnisse mit den vorhandenen Gegebenheiten abstimmt, und Sie bei der Findung einer optimalen Lösung unterstützt. Verwenden Sie einfach unser Anfrageformular oder vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter 0732 / 257 752.


Zentrales Gerät mit Zu- und Abluft in jedem Raum:

Vorteil: Unabhängige Einzelsteuerung in jedem Raum.

Nachteil: Erhöhter Installationsaufwand, da jeder Raum mit Zu- und Abluftrohren versorgt werden muss.


Zentrales Gerät mit Zuluft in Wohnräumen und Abluft in Sanitärbereichen:

Vorteil: Niedriger Installationsaufwand aufgrund eines geringeren Verrohrungsbedarfs.

Nachteil: Komplizierte Regelung, da der Luftstrom mehrere Räume durchquert. Möglich sind auch schalltechnische Probleme aufgrund der benötigten Überströmöffnungen.


Dezentrales Gerät mit Wärmetauschern in den zu belüftenden Räumen:

Vorteil: Kostengünstige Installation, wenn nur einzelne Räume belüftet werden sollen. Der nachträgliche Einbau in ein bestehendes Gebäude ist ebenso problemlos möglich.

Nachteil: Die Notwendigkeit mehrerer Geräte bei der Belüftung ganzer Gebäude erhöht sowohl Kosten, als auch Platzbedarf. Möglichkeit der Lärmbeaufschlagung durch die Anbringung der Geräte direkt in den Räumen.


Funktionsweise:

Es gibt bei Wohnraumlüftungsgeräten unterschiedliche Technologien. Das Grundprinzip bleibt dabei jedoch unverändert. Die verbrauchte Abluft, angereichert mit Feuchtigkeit, wird aus den Nassräumen, wie Bad, Küche, WC, etc., abgesaugt und zum Wohnraumlüftungsgerät geführt. Hier kommt schließlich der Energie-, beziehungsweise Wärmerückgewinner zum Einsatz.

Die Wärme der beförderten Abluft wird auf die Außenluft abgegeben und bei modernen Geräten zu etwa 85 Prozent zurückgewonnen. Ganz ohne zusätzliche Heizenergie. Die erwärmte Zuluft wird schließlich über ein eigenes Verteilsystem in die vorhandenen Wohnräume eingebracht. Wichtig: Durch eine strikte Trennung der Zu- und Fortluftbereiche (Frisch- und Abluftbereiche) kommt es zu keiner Vermischung der Luftströme. Es erfolgt lediglich eine Erwärmung der frisch zugeführten und eine Abkühlung der abtransportierten Luft.

Im nachfolgenden Video unseres Top-Partners Zehnder finden Sie eine anschauliche Erklärung des Funktionsprinzips einer Wohnraumlüftung.


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