Regenwassernutzanlagen


Funktion und Nutzen:

Regenwassernutzanlagen

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Statistiken zufolge lag der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Österreicher/-in im Jahr 2012 bei etwa 130 Litern täglich. In Single-Haushalten steigt der Bedarf sogar auf etwa 240 Liter am Tag. Doch nur etwa zwei Prozent werden davon tatsächlich als Trinkwasser genutzt. Zum Vergleich: Ein Haushalt in Indien kommt mit etwa 25 Litern Trinkwasser pro Person aus. Ursächlich für die größten Anteile am Verbrauch in Österreich sind einerseits die Körperpflege mit Duschen und Baden (rund 50 Liter), andererseits jedoch die WC-Spülung oder das Wäschewaschen (zusammen rund 55 Liter). Ein sorgsamer Umgang mit der Ressource, zum Beispiel durch die Installation einer Regenwassernutzanlage, hilft, Trinkwasser einzusparen und gleichzeitig die Geldbörse zu entlasten. (Quelle)

Regenwasser eignet sich nämlich nicht nur hervorragend für die ökologische Bewässerung von Gärten oder Pflanzen, sondern auch für den kostengünstigen Betrieb der Toilettenspülung. Für die Nutzung der Waschmaschine erweist sich das weiche Niederschlagswasser zudem als besonders effizient, da es zu deutlich geringeren Kalkablagerungen kommt und so Waschmittel eingespart werden kann. Aufgrund der steigenden Preise für Trink- und Abwasser, in Verbindung mit einer erhöhten Sensibilität für das wertvolle Gut Wasser erfreuen sich Regenwassernutzanlagen in den letzten Jahren zusätzlicher Beliebtheit. Da das erforderliche Leitungsnetz unterirdisch ausgeführt wird ist die ist die Errichtung einer Anlage für die Sammlung und Verwendung von Regenwasser insbesondere bei Neubauten oder Gebäudesanierungen von größter Bedeutung.


Aufbau der Anlage:

Eine Regenwassernutzanlage besteht grundsätzlich aus vier Komponenten: Zisterne, Filter, Hauswasserwerk und Leitungsnetz. Über einen Regenwasserfilter wird das vom Dach abfließende Wasser in einen dafür vorgesehenen Speicher geleitet, der sich, je nach den örtlichen Gegebenheiten, entweder innerhalb des Hauses, oder aber unterirdisch befindet. Die ruhige Zuführung des Wassers in den Tank führt dazu, dass sich der enthaltene Schmutz am Boden ablagert. Während Regenwassertanks für die Installation im Haus in der Regel aus Polyethylen, also Kunststoff, bestehen, können beim unterirdischen Einbau sowohl Kunststoff-, als auch Betonzisternen verwendet werden.

Das gesammelte Niederschlagswasser wird für die Verwendung mittels Saugpumpe über das installierte Leitungsnetz zu den einzelnen Verbrauchsstellen befördert. Die eingebaute Füllstands-, sowie Nachspeisungserfassung, regelt die automatische Versorgung eines leeren Speichers (zum Beispiel nach längeren Trockenperioden) durch die Einspeisung von Trinkwasser. Dabei kann die Nachspeisung sowohl in die Zisterne, oder aber in einen separaten Behälter erfolgen. Um ein Überlaufen bei einer vollen Zisterne zu verhindern wird außerdem ein Anschluss zum Kanal oder zur Versickerungsmulde benötigt.

Tipp vom Profi: Da die Kosten der Anlage ungefähr zur Hälfte auf den Speicher zurückfallen ist es besonders wichtig, die Ermittlung des notwendigen Speichervolumens vom Fachmann vornehmen zu lassen. Die Dimensionierung ergibt sich dabei aus der zur Verfügung stehenden Dachfläche für die Sammlung des Wassers, sowie aus der zu entnehmenden Wassermenge.


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