Klimaanlagen


Nutzen von Klimaanlagen:

Im Gegensatz zu Lüftungsanlagen, die die angesaugte Außenluft nur erwärmen, erfüllen Klimageräte vier thermodynamische Funktionen: Heizen, Kühlen, Befeuchten und Entfeuchten. Sie halten automatisch und ganzjährig die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Reinheit der Luft auf vorgegebenen Werten. Wird auf eine dieser Funktionen verzichtet, so spricht man von so genannten Teilklimaanlagen mit Heiz-, Befeuchtungs- und/oder Kühlfunktion.

Die vorteilhaften Auswirkungen von Klimaanlagen auf die Wohnatmosphäre liegen dabei auf der Hand. Eine kontinuierliche Frischluftzufuhr und die Abfuhr von Schadstoffen, Gerüchen, Gasen und Dämpfen, führen zur deutlichen Verbesserung der Raumluftqualität. Plus: Ihre Leistungsfähigkeit wird gesteigert! Laut Richtlinien für Arbeitsstätten soll die Raumtemperatur an Büroarbeitsplätzen 26° Celsius nicht übersteigen. Wieso? Ganz einfach: Bei etwa 20°C ist der Mensch zu 100 Prozent leistungsfähig, bei 28°C nur noch zu 70 Prozent. Steigt die Temperatur weiter an, so geht bereits bei 33°C etwa die Hälfte der Leistungsfähigkeit verloren.


Arten der Klimatisierung:

Je nach Arbeitsweise und Aufstellort lassen sich die Möglichkeiten der Klimatisierung zum Beispiel in mobile und fest installierte, beziehungsweise zentrale und dezentrale Anlagen, Monoblock- und Splitgeräte, sowie nach ihrer Lüftungsfunktion unterscheiden. Zu beachten ist dabei, dass die verschiedenen Systeme in der Praxis oft nicht genau voneinander getrennt werden. In der Folge erhalten Sie einen ersten Überblick über die theoretische Unterscheidung:


Zentrale Klimaanlagen:

Zentrale Klimaanlagen haben sich hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Vorteile bei Wartung, Hygiene und Flächennutzung in den letzten Jahren vor allem bei großen, gewerblichen Gebäuden bewährt. Hier werden alle erforderlichen Luftkonditionierungen in einem zentralen Zuluft-Abluft-Gerät durchgeführt. Von dort aus verteilen sich Luftkanäle zu den einzelnen Räumen. Man differenziert hierbei zwischen kombinierten Luft-Wasser-Anlagen und Nur-Luft-Anlagen:

Luft-Wasser-Anlagen:

Bei dieser Bauweise erfolgt ein Teil der Temperierung über wassergebundene Flächenheiz- oder -kühlsysteme, wie Heizkörper, Kühldecken, etc. Die Temperierung der zugeführten Außenluft, die Luftförderung, sowie Filterung und die Be-, sowie Entfeuchtung verbleiben dabei im zentralen Gerät. Bei dieser Variante ist auch bei gemäßigter Luftförderung eine starke Kühlung, beziehungsweise Heizung des Raums möglich.

Nur-Luft-Anlagen:

Sämtliche Aufgaben der Raumluftkonditionierung erfolgt hier mittels zugeführter Luft. Sollen Flächenheiz- oder -kühlsysteme aus etwaigen Gründen im Raum vermieden werden, oder sind besonders große Räume (zum Beispiel Säle, Theater oder Versammlungsräume) zu klimatisieren, so empfiehlt sich diese Bauweise.


Dezentrale Klimaanlagen:

Die dezentrale Klimaanlage eignet sich aufgrund vergleichsweise geringer Investitionskosten und der Möglichkeit des nachträglichen Einbaus hervorragend für die Nutzung im Privatbereich oder in Büroräumen. Bei dieser Variante wird die Luft direkt im Raum gefördert, gefiltert und temperiert. Man unterscheidet hier, wie auch bei der zentralen Version, in Luft-Wasser-Anlagen und Nur-Luft-Anlagen. Trotz des ähnlichen Aufbaus ist die dezentrale Anlage jedoch nicht gleichzusetzen mit Raumklimageräten. Beispiele für dezentrale Klimageräte bilden Monoblock-Geräte, Splitanlagen, Türluftschleiergeräte, Fassadenlüfter und Gebläsekonvektoren. Im Folgenden beschränken wir uns auf die Beschreibung der gängigsten Varianten. Bei Interesse an einer Sonderform der dezentralen Klimatisierung bitten wir Sie, uns eine individuelle Anfrage über unser Kontaktformular zukommen zu lassen. Wir beraten Sie gerne.

Split-Geräte:

Allgemein gesehen bestehen Splitanlagen aus einem Außengerät für die Kühlung des Kältemittels und mindestens einem innen platzierten Gerät für die Abgabe der temperierten Raumluft. Zahlreiche Kombinationen zwischen Außen- und Inneneinheiten ermöglichen es uns, multiple Räume mit unabhängigen Klimazonen zu temperieren. Unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte und in Verbindung mit fortschrittlicher Invertertechnologie erzielen wir hohe Wirkungsgrade und einen leistungsstarken Betrieb. Doch das ist noch nicht alles: dank innovativer Filtersysteme verwandeln wir sowohl Ihr Zuhause, als auch den Arbeitsplatz in eine behagliche Wohlfühloase mit verbesserter Luftqualität.

Hier finden Sie einen Auszug unserer technischen Inneneinheiten, die eine flexible Platzierung im Raum ermöglichen. Klicken Sie auf die Bilder, um die Ansicht zu vergrößern:


Single-Split-System:

Die Kälteleistung wird von einem Außengerät an eine Inneneinheit erbracht. Single-Split-Geräte eignen sich besonders zur individuellen Klimatisierung von Einzelräumen.

Multi-Split-System:

Eine, beziehungsweise mehrere Inneneinheiten werden an ein Außengerät angeschlossen. So können gleichzeitig mehrere Räume klimatisiert werden. Bei den Innengeräten haben Sie die Wahl zwischen Einbau-, Wand- oder Truhengeräten.

Monoblock-Geräte:

Diese Form der dezentralen Klimatisierung vereint alle benötigten Komponenten in nur einem einzigen Gehäuse. Dieses wird im zu kühlenden Raum platziert und besitzt einen Abluftschlauch, durch den die erzeugte Heißluft (meist über einen Fensterspalt) ausgeblasen wird. Tipp vom Profi: Die angesaugte Warmluft aus dem Raum und die erhebliche Lautstärke durch den sich im Raum befindenden Kompressor machen das Monoblock-Gerät zwar zur kostengünstigeren, jedoch weniger beliebten Alternative in Sachen Klimatisierung.


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